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Schadstoffgruppe Drucken E-Mail

Aufgrund der Transitroute S3 / B303 ergibt sich, dass es zum Kontakt mit gefährlichen Stoffen kommen kann. Dies heißt nicht, dass eine permanente Gesundheitsgefahr besteht. Kommt es allerdings zu einem Unfall oder einem technischen Gebrechen eines solchen LKW, kann es durch chemische Reaktionen zu gesundheitsgefährdenden Situationen kommen.
Die Gefahr liegt aber nicht nur auf der Straße, auch in diversen Betrieben kann es zu Zwischenfällen kommen.

Aufgrund dieser Tatsachen wurde im Jahr 2004 eine Schadstoffgruppe im AFKDO Hollabrunn gegründet.
Diese besteht aus den Feuerwehren:

  • Hollabrunn
  • Wullersdorf

Da bei der Verbrennung oder beim Austritt von Flüssigkeiten, Gasen oder festen Materialien hochgiftige Dämpfe entstehen können, ist es den Einsatzkräften nicht möglich, ohne schwerem Atemschutz zu arbeiten.

Da diese hochgiftigen Dämpfe nicht nur über die Atemwege, sondern auch über die Haut in den menschlichen Organismus gelangen können, müssen die Einsatzkräfte speziell ausgerüstet werden.  Diese spezielle Ausrüstung nennt man Schutzanzüge.

Das Tragen dieser Schutzanzüge erfordert eine spezielle Ausbildung. Die Mitglieder der Schadstoffgruppe wurden in der NÖ Landesfeuerwehrschule in einem Modul für den Umgang mit den so genannten "Gefährlichen Stoffen" geschult. Auch das Verwenden von Sonderbekleidung, so genannter gasdichter Schutzanzüge wurde erlernt.
Im Ernstfall steht die Rettung von Menschen an erster Stelle. Eine weitere wichtige Aufgabe der Schadstoffgruppe ist das Abdichten von lecken Behältern bzw. die Vorbereitung für die fachgerechte Entsorgung von eventuellen Schadstoffen.

Uns stehen für einen Schadstoffeinsatz 6 Schutzanzüge zur Verfügung. Davon sind 3 Stück Schutzstufe III, das heißt gasdicht. Weitere 3 Stück gehören in die Schutzstufe II. Sie sind zwar nicht gasdicht, bieten aber trotzdem Schutz beim Kontakt mit Flüssigkeiten. In beiden Fällen muss schwerer Atemschutz verwendet werden.

Einen Schutzanzug der Schutzstufe III zu tragen bedeutet, dass man zusätzlich zum schweren Atemschutz einen Anzug aus speziellem Material trägt, der gasdicht verschlossen ist. 
Es können keine Stoffe an die Haut gelangen, die gesundheitsgefährdend sind. Die Einsatzdauer wird aber nicht nur durch die körperliche und seelische Mehrbelastung verkürzt:
Nach einem Einsatz muss der Anzug dekontaminiert, das bedeutet von den Schadstoffen gereinigt werden. Erst nachdem dies erfolgt ist, darf der Schutzanzugträger den Anzug ablegen. Verunreinigtes Wasser, welches beim Dekontaminieren anfällt, muss aufgefangen werden und von einer Spezialfirma entsorgt werden.

Für das Dekontaminieren muss ein eingener "Dekoplatz" errichtet werden. Dies ist eine große Wanne in der der Schutzanzugträger gereinigt wird.

Weiters stehen der Schadstoffgruppe folgende Geräte zur Verfügung:

  • Schutzanzüge Schutzstufe III
  • Schutzanzüge Schutzstufe II
  • Dekontaminationsplatz
  • Messgeräte
  • Leckdichtkissen
  • Kanaldichtkissen
  • div. Auffangbehälter
  • Pulverlöschanhänger
  • uvm.
 

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